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20.04.2018

Ortsbegehung zum Thema: Barrierefreiheit an den Gehwegen in Ottenhöfen schaffen.

In den vergangenen CDU Vorstandssitzungen wurde die schwierige Situation an den Gehwegen in Ottenhöfen  für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator und Familien mit Kinderwagen besprochen. Im Rahmen dieser Ortsbegehung sollen die Schwachstellen angesprochen und Lösungen der Behebung diskutiert werden.

Barrierefreiheit an den Gehwegen in Ottenhöfen schaffen.

Vorsitzender Michael Schneider begrüßte  die Teilnehmer an der Ortsbegehung, im Besonderen Herrn Bürgermeister Hans-Jürgen Decker und die Familie Josef und Barbara Schneider mit Sohn Daniel Schneider im Rollstuhl.

In den vergangenen CDU Vorstandssitzungen wurde die schwierige Situation an den Gehwegen in Ottenhöfen  für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator und Familien mit Kinderwagen besprochen. Im Rahmen dieser Ortsbegehung sollen die Schwachstellen angesprochen und Lösungen der Behebung diskutiert werden.

Zum Beginn der Ortsbegehung erläuterte Bgm. Hans-Jürgen Decker den Planungsstand des Fahrradweges von Ottenhöfen nach Seebach mit der Überquerung der Acher mit einer 16 t Brücke und der Querung der L87 beim Hotel “Sternen“, abgesichert mit einer durch Radfahrer und Fußgänger  einschaltbarer Lichtzeichenanlage. Dadurch wird auch die Situation für Fußgänger und Menschen im Rollstuhl und mit Rollator sowie bei den Familien mit Kinderwagen die Überquerung         der L 87 wesentlich verbessert . Der Beginn der umfangreichen Baumaßnahme ist nach den Ausschreibungen der Gewerken nach den Sommerbauferien vorgesehen. 

Die Teilnehmer der Ortsbegehung folgten dem Gehweg auf der Seite der Acher gelegen, dabei wurden die nachstehenden baulichen unabdingbar notwendigen Maßnahmen erörtert.

°       Bordsteinabsenkung am Gehweg in Längsrichtung der L 87 im Einmündungsbereich der Zieselmattstraße  zur L 87.

°       Notwendigkeit der Anlegung zumindest eines Zebrastreifens zwischen der Zieselmattstraße und der Straße Sonnenhalde.

         Nach Auffassung der Teilnehmer soll der Fußgängerüberweg auf der Höhe des Hinweisschildes erfolgen, da hier die Übersicht zum Verkehr auf der L 87 am besten ist und durch die vorliegenden Platzverhältnisse eine Anlegung problemlos möglich ist. 

         An der Fußgängerbrücke bei der Hammerschmiede zur L 87 kann zur Verkehrssicherheit soweit die Platzverhältnisse es zulassen, eine Sperre an der L 87 eingebaut werden.

°       Bordsteinabsenkung am Gehweg in Längsrichtung der L 87 im Einmündungsbereich der Sonnenhaldestraße  zur L 87.

°       Gegenüber der Sonnenhaldestraße ist auf der Acherseite der Bordstein abzusenken, sodass ein Wechsel auf den Gehweg auf der Acherseite ohne Probleme möglich ist. Dies ist unbedingt notwendig, da die Gehwegbreite in Längsrichtung der L 87 im Bereich der Blumenstraße für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator und Familien mit Kinderwagen nicht ausreichend ist und somit ein Ausweichen auf die L 87 grundsätzlich erforderlich ist.

°       Im weiteren Verlauf folgte die Ortsbegehung der L 87 zum Einmündungsbereich der Allerheiligenstraße zum Eingangsbereich zum Kurgarten

°       Im Eingangsbereich zum Kurgarten sind die Bordsteine und an der gegenüberliegende Seite zum Hotel „Pflug“ barrierefrei abzusenken. Bgm. Hans-Jürgen Decker erläuterte die Überlegungen, die Übergänge der unterschiedlichen Höhen im Kurgarten barrierefrei zu gestalten. 

°       Die Bordsteine des Gehweges im Bereich der Sparkasse und der gegenüberliegende Seite zum Vorplatz des Kirchplatzes sind soweit abzusenken, dass eine Überquerung der Allerheiligenstraße mit Rollstuhl und Rollator problemlos möglich ist. 

°       Die Ortsbegehung endete am Kirchplatz. Dabei wurde die schwierige Situation des Gehweges auf der Seite des Landmarktes und Metzgerei durch direkt am Gehweg parkende Autos ein Begehen des Gehweges auch für Menschen mit Rollator und Familien mit Kinderwagen blockiert wird. Abhilfe in irgendeiner Weise ist hier grundsätzlich erforderlich. Leider wurde bei der Baumaßnahme am Kirchplatz eine geringe Verlegung der Kreisstraße zum Kirchplatz hin und damit die Schaffung eines breiteren Gehweges auf der Seite der Einkaufstätten, seitens des ausführenden Architekten und der Kath. Kirchengemeinde abgelehnt. 

°       In der nachfolgenden Aussprache wurden noch weitere folgende notwendige Maßnahmen diskutiert:

°       Die Freifläche gegenüber beim Zebrastreifen mit Blumentrögen gegen Zuparken sichern, damit der Zugang zur Kirche immer gewährleistet ist. 

°       Weitere Bordsteinabsenkung in Längsrichtung der Allerheiligenstraße im Einmündungsbereich der Forstmattstraße und Böchereckstraße.

°       Absenkung der Bordsteine beim Übergang des Gehwegs von der linken auf die rechte Seite bei der Blöchereckstraße auf der Höhe der Straße Am Sauerberg.

 

 

Abschließend teilte Bgm. Hans-Jürgen Decker mit, dass er in der kommenden Woche einen Gesprächstermin mit Herrn Hans-Peter Matt hat, Behindertenbeauftragter im Nationalpark Schwarzwald, selbst Rollstuhlfahrer. Bei diesem Termin wird er die im Rahmen der heutigen Ortsbegehung festgestellten Sachverhalte ansprechen. Gleichzeitig ist Bgm.Hans-Jürgen Decker der Auffassung, dass im Zusammenhang mit der Beantragung von Fördermittel eine Konzeption für barrierefreie Gehwege und Infrastruktureinrichtungen  wie Bahn- und Bushaltestellen erstellt werden sollte. Auch ist zu beachten, dass, nachdem der Nationalpark die barrierefreie Erreichbarkeit bewirbt, in den Umlandgemeinden nicht nur Ferienzimmer- und Wohnungen barrierefrei ausbebaut werden, sondern auch die örtliche Infrastruktur.

Alle Teilnehmer bedankten sich bei Familie Josef und Barbara Schneider für ihre Teilnahme an dieser Ortsbegehung und insbesondere für die negativen Erfahrungsberichte aber auch für  die Anregungen zu Verbesserungen beim barrierefreien Ausbau der Gehwege in Ottenhöfen.

Manchmal sind es nur einfache Sachverhalte, wie beim Parken an oder auf Gehwege die notwendige Gehwegbreite von mindestens 1,20 m einzuräumen. Mit  entsprechender Rücksichtnahme der Autofahrer kann bereits eine Verbesserung für Menschen im Rollstuhl und Rollator und Familien mit Kinderwagen erreicht werden.

Udo Kimmig, Sprecher der CDU Gemeinderatsfraktion, versicherte, dass er und die CDU Gemeinderätin und Gemeinderäte sich mit Nachdruck für eine barrierefreie Ausgestaltung der Gehwege in den kommenden Gemeinderatsitzungen einsetzen werden.